Mit zwei Siegen hintereinander hat der EC-KAC in der Halbfinalserie gegen die Black Wings Linz die Führung übernommen, der dritte Erfolg soll am Dienstagabend in Oberösterreich gelingen.

Am Dienstag, dem 25. März 2025, findet die Playoff-Halbfinalserie in der win2day ICE Hockey League zwischen dem EC-KAC und den Black Wings Linz in Oberösterreich ihre Fortsetzung. Die Rotjacken reisen mit einer 2:1-Führung in der „Best-of-Seven“-Konfrontation zu diesem Auswärtsspiel, das um 19.30 Uhr beginnt und von Puls24 live übertragen wird. Am Benediktinerplatz in Klagenfurts Innenstadt findet wieder ein Public Viewing statt.

BERICHTERSTATTUNG

Die vierte Halbfinalpartie zwischen den Black Wings Linz und dem EC-KAC wird von Puls24 live übertragen, die um 19.05 Uhr beginnende Sendung kann via puls24.at/eishockey auch im Livestream verfolgt werden, ebenso beim Streamingdienst Joyn. Über den Verlauf der Begegnung berichtet ab 19.04 Uhr auch das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten (online zu empfangen via sound.orf.at).

PUBLIC VIEWING

Die Marktverwaltung und das Stadtmarketing der Stadt Klagenfurt am Wörthersee veranstaltet bei allen Auswärtsspielen des EC-KAC im Playoff-Halbfinale ein Public Viewing via Großbildleinwand am Benediktinermarkt im Stadtzentrum. Anhängerinnen und Anhänger der Rotjacken, die keine Tickets für die Spiele in Linz ergattern konnten, haben dort die Möglichkeit, die Übertragung im Kreise vieler anderer KAC-Fans zu verfolgen. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC ging in der Halbfinalserie am Sonntagabend erstmals in Führung, die Rotjacken siegten zu Hause nach einer über weite Strecken starken Vorstellung und zwischenzeitlichem 5:0-Vorsprung mit 5:2. Klagenfurt limitierte die Black Wings dabei auf 15 Torschüsse, wozu auch eine enorm kompakte Abwehr wesentlich beitrug: Die sechs KAC-Verteidiger gewannen in Spiel drei in Summe famose 71,6 Prozent ihrer Zweikämpfe in der Defensivzone. In der Offensive überzeugte Rot-Weiß mit Effizienz, zum bereits neunten Mal in der laufenden Saison erreichte die Verwertungsquote von Abschlüssen die 20-Prozent-Marke. Der Rekordmeister tritt im vierten Duell nun wieder auswärts an, wo man im Verlauf der bisherigen Ära von Kirk Furey und David Fischer eine sehr starke Playoff-Bilanz vorzuweisen hat: Von saisonübergreifend zwölf Partien wurde nur eine in regulärer Spielzeit verloren, eine weitere in der („Drei-gegen-Drei“-) Verlängerung, zehn Mal setzte sich der EC-KAC durch. Auch die momentane Serienführung von 2:1 ist für Klagenfurt historisch betrachtet ein gutes Omen: 18 Mal ergab sich diese Situation bislang, in 13 Fällen gewannen die Rotjacken anschließend die Serie. Ebenso positiv: Mit einem 2:1-Vorsprung im Rücken verloren die Kärntner seit dem Viertelfinale 2010 nie mehr ein Spiel vier in regulärer Spielzeit, zwei Overtime-Niederlagen und neun Siege stehen in diesem Zeitraum zu Buche.

Die Black Wings Linz kamen im dritten Halbfinalduell am Sonntag erst in der Schlussphase zur Geltung, in Summe agierten sie offensiv aber zu wenig durchschlagskräftig: Nur 42,9 Prozent aller Torschussversuche waren tatsächliche Shots on Goal, fünf Abschlüsse aus dem Slot bildeten die deutlich niedrigste Notierung der bisherigen Serie. Positiv aus petrol-schwarzer Sicht war die Konvertierung des einzigen Powerplays der Partie in einen Treffer, in den nun insgesamt sieben Saisonduellen mit dem EC-KAC hält Linz allerdings nur bei bescheidenen zwei Toren aus 19 Überzahlsituationen. Am Dienstag streben die Oberösterreicher den Serienausgleich an und können dabei auf ihren Heimvorteil bauen, der in der aktuellen Spielzeit so groß ist wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr: 22 Siege aus bislang 29 Partien vor eigenem Publikum entsprechen einer Winning Percentage von 75,9 Prozent, höher lag dieser Wert für Linz zuletzt in der Saison 2014/15. Der aktuelle 1:2-Rückstand in der Halbfinalserie ist ein knapper, gleichzeitig aber auch ein für die Black Wings wenig erbaulicher: Einer derartigen Situation sah sich der Klub in einer „Best-of-Seven“-Konfrontation bislang neun Mal ausgesetzt, in nur zwei Fällen (in den Viertelfinals 2018 gegen Zagreb und 2025 gegen Graz) entschied er danach die Serie für sich. Spiel vier ging für Linz bei 1:2-Defizit in sechs von neun Fällen verloren.

Personelles:

Beim EC-KAC hat sich die personelle Situation vor dem vierten Halbfinalspiel weiter verschärft: Neben Johannes Bischofberger, Oliver Lam (beide Saisonende), Luka Gomboc, Jan Muršak und Fabian Hochegger fehlt den Rotjacken mit Simeon Schwinger nun auch ein sechster Stürmer fix, der Vorarlberger trug bei einem Kniecheck eines Gegenspielers in der Partie am Sonntag eine Unterkörperverletzung davon. Eine Mitwirkung des Stürmers in den kommenden Begegnungen ist ausgeschlossen, sein Zustand wird in der nächsten Woche neu evaluiert. Ein Fragezeichen steht für das Auswärtsspiel in Oberösterreich hinter Mathias From, der am Sonntag in der zweiten Drittelpause aufgrund einer Unterkörperverletzung in der Kabine bleiben musste. Der Däne tritt die bereits am Montagnachmittag stattfindende Reise nach Linz an, über seinen Einsatz wird nach dem Morning Skate am Spieltag entschieden. Hingegen nicht im Mannschaftsbus sitzen werden am Montag Steven Strong und Thomas Hundertpfund, beide könnten jedoch zu einem späteren Zeitpunkt nachreisen. Aus dem U20-Team des EC-KAC in das Aufgebot der Kampfmannschaft aufrücken werden Verteidiger Thomas Klassek (20) und Stürmer David Waschnig (17), Patrick Müller (19) ist wie in den Playoffs üblich als Emergency Backup mit dabei.

Pre-Game-Kommentar:

„Am Sonntag haben wir uns in den ersten beiden Dritteln mit Fortdauer der Partie immer mehr gesteigert. Linz startete gut, wir konnten aber mit zwei frühen Treffern antworten, das war wichtig. Wir kamen dann immer besser in Schwung und haben unseren Spielplan durchgezogen. Man konnte dann sehen, was passiert, wenn wir im Rhythmus sind, das hat gut ausgesehen. Wir können mit diesem dritten Spiel sehr zufrieden sein.“

„Für das Auswärtsspiel brauchen wir genau die gleiche Einstellung wie am Sonntag oder im letzten Spiel in Linz. Uns erwartet ein stimmungsvoller Abend in einer vollen Halle, das ist eine gute Umgebung, um Eishockey zu spielen. Von uns braucht es am Dienstag vollen Einsatz, wir müssen defensiv stabil stehen, denn die Black Wings werden – mit dem Support im Rücken – aus der Kabine geschossen kommen. Es geht darum, dagegenzuhalten, wir wollen den Sieg aus Linz stehlen.“

„Es macht mir natürlich viel Freude, wie es heuer für mich läuft, das tut gut und gibt viel Selbstvertrauen. Viel wichtiger ist es aber, dass wir jetzt die Serie gegen Linz gewinnen, beziehungsweise generell, dass wir als Mannschaft Erfolg haben. Das steht über allem, doch ich werde weiterhin alles dafür tun, dass es auch persönlich so gut weiterläuft.“

„Es ist ein Rückschlag für uns, dass so viele gute Spieler verletzungsbedingt fehlen, aber das ist im Profisport leider so. Wir können das nicht ändern, wir können nur garantieren, dass jene Spieler, die fit und dabei sind, alles in die Waagschale werfen werden. Es gilt, umso enger zusammenzurücken, noch mehr füreinander zu kämpfen und alles zu geben, dann werden wir unsere Ziele auch mit einem kürzeren Lineup erreichen.“