Ein frühes KAC-Powerplay blieb ohne aussichtsreiche Torchance, in Spielminute sieben gingen die Rotjacken aber in Führung: Jesper Jensen Aabo befreite mit der Rückhand über die Bande, in der neutralen Zone hob Matt Fraser den Stock seines Gegenspielers so an, dass er zum Breakaway kam, das er mit der Vorhand erfolgreich abschloss. Nur 38 Sekunden später glich Asiago das Score aus, Gregorio Gios gab nach dem zentralen Entry einen Verlegenheitsschuss ab, der Puck rutschte Florian Vorauer durch die Beine (8.). Noch in der gleichen Minute legte Klagenfurt wieder vor: Simeon Schwinger spritzte an der eigenen blauen Linie in einen Querpass, im „Eins-gegen-Zwei“-Konter ließ er mit einer Körpertäuschung beide Gegenspieler ins Leere fahren und vollendete per Wristshot halbhoch in die kurze Ecke (8.). Nachdem ein Pastujov-Backhander von links aus nur am Außenpfosten gelandet war (9.), schrieb der EC-KAC zum dritten Mal an: Mathias From erkannte an den linken Hashmarks, dass Clemens Unterweger besser positioniert war und tippte das Spielgerät zu ihm, der Verteidiger schlenzte es scharf und hoch in die lange Ecke (11.). In einer vierminütigen Überzahlphase für die Gäste blieb ein verdeckter Wristshot von From, der von der Querlatte in das Feld zurücksprang, die einzige erwähnenswerte Möglichkeit (16.).
In der ersten Minute des zweiten Abschnitts landete ein Gios-Fernschuss an der Außenstange (21.), aus der Tiefe bedient, wischte Nick Saracino zwischen den Hashmarks über den Puck (25.). Dann setzte sich Alex Ierulleo an der linken Halfwall durch, sein Zuspiel verwertete Marco Magnabosco aus dem Slot zum Anschlusstreffer (28.). Als Misley über rechts flach zum Tor zog und an den langen Pfosten zu Nicholas Porco passte, rettete Florian Vorauer mit einem starken Blocker-Save Klagenfurts Vorsprung (30.). Bei einem abgefälschten Petersen-Schlagschuss war Goalie Fazio bereits in die Ecke unterwegs, vermochte den Puck aber noch mit der zurückreichenden Fanghand zu stoppen (32.), im nächsten Angriff traf der EC-KAC wieder: Peeters inszenierte van Ee, der aus kurzer Distanz den Kasten verfehlte, den Puck aber umgehend vor diesen zurückbrachte, wo ihn Fabian Hochegger vom Torraum aus über die Linie drückte (34.). Erneut antwortete Asiago binnen weniger als einer Minute auf einen Klagenfurter Treffer: Zu viele Rotjacken ließen sich hinter das Gehäuse locken, der von der verlängerten Torlinie aus von Ierullo bediente Saracino verwertete freistehend aus dem Zentrum (34.). Nun folgte aber auch ein rascher KAC-Treffer: Steven Strong fing den Puck in der eigenen Zone ab, über die Bande eröffnete er einen „Zwei-gegen-Eins“-Konter, Simeon Schwingers Querpass klopfte Kevin Clark, der damit auch in seinem zweiten Spiel im rot-weißen Trikot traf, aus halbrechter Position unter die Querlatte (35.).
Das dritte Drittel eröffnete eine Chance für David Maier im hohen Slot, er legte noch an den rechten Anspielpunkt ab, von wo aus Fraser per Onetimer abzog, Justin Fazio parierte stark mit dem Catcher (42.). Aus einer Rotation heraus ergab sich Klagenfurts sechster Treffer: From chippte aus der Tiefe in den hohen Slot zurück, von dort aus passte Herburger nach rechts zu David Maier, dieser hatte Zeit und Platz und schlenzte die Scheibe über den Blockversuch hinweg in die lange Ecke (45.). Fabian Hochegger schrammte nur knapp am Doppelpack vorbei, weil Fazio seinen Nachstocherer noch instinktiv wegkickte (46.), Daniel Obersteiner traf bei einer aufgeknieten Direktabnahme den Puck nicht richtig (47.). Ein Asiago-Powerplay verteidigten die Rotjacken mit sieben Clearings gut, bei der einzigen großen Möglichkeit, einem Saracino-Abschluss aus dem Zentrum, agierte Florian Vorauer neuerlich gut (50.). Weil bei einem Petersen-Wraparound das Spielgerät nur parallel zur Torlinie durch den Crease rutschte (54.), blieb es beim 6:3-Sieg der Klagenfurter, die sich damit das Heim- und das Pickrecht für das Playoff-Viertelfinale sicherten.
Post Game-Kommentar von Head Coach Kirk Furey:
„Der Start gelang uns recht gut, seltsamerweise hatte ich aber das Gefühl, dass uns ausgerechnet eigene Powerplays den Schwung genommen haben. Asiago erzeugte aus wenigen Chancen viel Gefahr, wir mussten also immer auf der Hut sein. Im zweiten Drittel ging es hin und her, das ist eigentlich nicht unser Spiel, in einem Powerbreak fanden wir aber auf unseren Weg zurück und agierten dann vermehrt so, wie wir uns das grundsätzlich vorstellen. Es war ein sehr langer Reisetag und ein unangenehmes Spiel, die Aufgabe wurde gelöst, weil unsere Mannschaft insgesamt ihr Ding durchgezogen hat. Das waren drei wichtige Punkte so knapp vor dem Ende des Grunddurchgangs.“

