Dank einer über fast die vollen 60 Minuten hinweg starken Leistung ging der EC-KAC am Sonntag erstmals in der Halbfinalserie gegen Linz in Führung, die Rotjacken siegten zu Hause mit 5:2.

Einem frühen Führungstreffer der Rotjacken stand der Schlittschuh von Gerd Kragl entgegen, an dem Simeon Schwingers Abschluss aus kurzer Distanz nach Strong-Torumrundung detonierte (4.). Die nächste KAC-Chance brachte den ersten Torerfolg: Thimo Nickl zog von der rechten Seite der blauen Linie aus ab, Rasmus Tirronen rutschte die Scheibe in der kurzen Ecke unter dem Arm durch (5.). Bei einem Konter, den Marcel Witting von rechts aus selbst abschloss, war Sebastian Dahm in Position, dann schlug Klagenfurt wieder zu: Neuerlich schoss Nickl aus dem rechten Rückraum, Daniel Obersteiner verwertete den Rebound nicht selbst, sondern legte auf Matt Fraser nach außen ab, der ins halbleere Tor einschoss (8.). Als sich Shawn St-Amant von hinter dem Gehäuse aus vor dieses schob und mit der Vorhand abzog, flog der Puck an der langen Ecke vorbei (11.). Finn van Ees Pass von hinter der Grundlinie aus schlitterte durch den Crease vor dem leeren Tor, wurde aber von keinem Mitspieler erreicht (14.). Als auf Seiten der Black Wings Julian Pusnik am rechten Anspielpunkt freigespielt wurde, klärte Clemens Unterweger herausragend (16.). Niklas Würschl brachte aushalbrechter Position einen satten Blueliner in Richtung Tor, den Nico Feldner an den Hashmarks knapp am kurzen Pfosten vorbei abfälschte (19.).

Ein frühes Powerplay für die Rotjacken im zweiten Abschnitt brachte den in den vergangenen Partien langersehnten Überzahltreffer, Clemens Unterweger traf per Schlagschuss von der blauen Linie aus ins Tor. Die Schiedsrichter stellten nach langem Review allerdings fest, dass der Puck durch das Außennetz im Kasten gelandet war und verweigerten dem Treffer die Anerkennung (22.). Schüsse von Petersen von links aus (27.) und Fraser aus dem Rückraum (29.) verfehlten ihr Ziel jeweils knapp, bei einem Lebler-Rückhandschuss direkt vom Faceoff weg war Sebastian Dahm in der kurzen Ecke aufmerksam (32.). Aussichtsreiche Chancen kreierten weiterhin in erster Linie die Gastgeber: Herburger wischte am langen Pfosten über einen Flip-Querpass von Hundertpfund (34.), beim Petersen-Rebound nach Clark-Kracher im Powerplay bekam ein Linzer Verteidiger im letzten Moment seinen Schläger dazwischen (36.). Noch im gleichen Überzahlspiel traf Klagenfurt jedoch: Mathias From bediente vom linken Flügel aus Raphael Herburger an der Grundlinie, der servierte an die linken Hashmarks zu Daniel Obersteiner, der per Direktabnahme einsendete (36.). Der Abstauber von Steven Strong aus kurzer Distanz nach Net Drive von Schwinger wurde gerade noch geblockt (37.), dann erhöhte der Rekordmeister auf 4:0: Kapitän Thomas Hundertpfund schnitt beim vertikalen Vorstoß zwischen Roe und Würschl hindurch, legte sich den Puck auf die Vorhand und verwertete sehenswert (40.).

Die zweite Pause beendete den Arbeitstag von Black Wings-Goalie Tirronen vorzeitig, beim EC-KAC musste Mathias From verletzungsbedingt in der Kabine bleiben. Die Rotjacken vermochte das nicht zu bremsen, sie trafen nach feiner Kombination durch Senna Peeters, doch auch dieser Treffer wurde nach Videoüberprüfung (nun aufgrund einer knappen Abseitsentscheidung) zurückgenommen (42.). Danach beendete ein Kniecheck von Henrik Neubauer zumindest das Spiel von Simeon Schwinger, die ursprünglich verhängte große Strafe wurde nach Video Review auf zwei Minuten reduziert. Im Anschluss an das Powerplay erhöhte Rot-Weiß das Score auf 5:0: Ian Scheid ließ den Puck neben dem eigenen Kasten liegen, Thomas Höneckls erster Poke Check misslang, beim zweiten drückte Finn van Ee mit seinem Schläger so dagegen, dass die Scheibe bei Nick Petersen landete, der sie flach ins Tor schoss (46.). Die Black Wings Linz kamen dann im Zuge ihrer ersten Überzahlmöglichkeit ebenfalls auf die Anzeigetafel: Den Knott-Onetimer aus dem linken Slot konnte Sebastian Dahm parieren, doch der unmittelbar vor ihm lauernde Shawn St-Amant hebelte das Spielgerät am Rebound mit der Rückhand über die Linie (50.). Kevin Clark fälschte einen scharfen Herburger-Diagonalpass hauchdünn über das Gehäuse ab (52.), der Rebound eines satten Pfundes von Jensen Aabo sprang von Finn van Ees Handschuh aus ins Tor, die Gültigkeit des Treffers wurde umgehend verneint wurde (53.). Somit ging auch das letzte Tor des Abends auf das Konto der Gäste: Sebastian Dahm parierte gegen den frei vor ihm aufgetauchten Greg Moro, den Abpraller fand Julian Pusnik als erster, er klopfte ihn problemlos in den halbleeren Kasten (53.). Klagenfurt vergab noch Möglichkeiten wie ein partielles Breakaway (54./van Ee) und ein Solo (57./Fraser), der Endstand lautete damit 5:2 für den EC-KAC.

Post Game-Kommentar von Assistant Coach David Fischer:

„Wir sind gut in diese Partie gestartet, so eine Anfangsphase streben wir in unseren Heimspielen an. Damit haben wir in dieser Serie nun auch auf eigenem Eis ein Statement gesetzt. Unsere Leistung war fast über die gesamten 60 Minuten hinweg gut, wir ließen weniger als 20 Torschüsse des Gegners zu. Spieler wie Daniel Obersteiner oder Raphael Herburger hatten einen sehr starken Abend, das Powerplay hat besser funktioniert und auch getroffen. Das war ein wichtiger Sieg für uns, vor allem hinsichtlich der Art und Weise, wie er zu Stande gekommen ist. Wir können uns über diesen Erfolg in Spiel drei freuen, auch wenn wir am Ende ein wenig zu einfache Gegentore zugelassen haben. Wir schütteln uns ab, rasten uns morgen aus und greifen dann am Dienstag wieder auswärts an.“

ICE Hockey League, Halbfinale, 3. Spieltag
23. März 2025 / 17:30 Uhr
Heidi Horten-Arena, Klagenfurt, AUT, 4.406 Zuschauer
ICE
EC-KAC
5
:
2
(2:0, 2:0, 1:2)
Black Wings Linz
Schiedsrichter
Huber (AUT), K.Nikolić (AUT)
Aufstellung EC-KAC
Dahm (Vorauer) Unterweger-Nickl, Jensen Aabo-Maier, Strong-Preiml Herburger-Hundertpfund-From, Fraser-Obersteiner-Petersen, Schwinger-Pastujov-Clark, Sablattnig-van Ee-Peeters
Fehlende Spieler
Muršak, Lam, Bischofberger, Gomboc, Hochegger (alle verletzt)
Torfolge
1:0 Thimo Nickl (04:50/Nick Petersen, Daniel Obersteiner) 2:0 Matt Fraser (07:07/Daniel Obersteiner, Thimo Nickl) 3:0 Daniel Obersteiner (35:56/Raphael Herburger, Mathias From/PP1) 4:0 Thomas Hundertpfund (39:22/Raphael Herburger, David Maier) 5:0 Nick Petersen (45:12/Finn van Ee) 5:1 Shawn St-Amant (49:49/Graham Knott, Ken Ograjenšek/PP1) 5:2 Julian Pusnik (52:22/Greg Moro, Nico Feldner)