Der EC Salzburg, der sich zuletzt drei Mal in Folge zum Meister der win2day ICE Hockey League krönen konnte und ab Freitag der Finalgegner der Rotjacken sein wird, im Portrait von kac.at.

Aktuelles:

Der EC Salzburg war in den bisherigen Playoffs 2025 gewohnt stabil und souverän unterwegs: Der Titelverteidiger setzte sich im Viertelfinale gegen Fehérvár AV19 am schnellstmöglichen Weg durch und gab auch im Halbfinale gegen den HCB Südtirol nur ein Spiel ab. Nach neun Partien der Post Season stehen damit acht Siege und nur eine Niederlage (nach Verlängerung) zu Buche. Rechtzeitig zur meisterschaftsentscheidenden Phase der Saison haben die Mozartstädter wieder zu ihrer Kompaktheit und relativen Undurchlässigkeit in der Defensive gefunden: In den Playoffs kassierte Salzburg bislang durchschnittlich nur 1,67 Gegentore pro Begegnung, was einem Rückgang von satten 36,5 Prozent gegenüber dem Grunddurchgang (2,63, nur Platz sechs im ligaweiten Vergleich) entspricht. Massiv gesteigert haben sich die Roten Bullen in der KO-Phase auch im in der laufenden Saison über weite Strecken eher problembehafteten Unterzahlspiel: Eine Erfolgsquote von 75,8 Prozent im Penalty Killing bedeutete in der Regular Season nur Position zehn im Ranking, in den ersten beiden Playoff-Runden steht hingegen ein starker Wert von 88,9 Prozent zu Buche, nur drei von 27 Phasen numerischer Unterlegenheit mündeten in einem Gegentreffer. Seine große Klasse in den entscheidenden Wochen der Saison manifestierte sich beim EC Salzburg zuletzt mit spielzeitübergreifend elf gewonnenen Playoff-Serien hintereinander. Im Zuge dieses mehrjährigen Erfolgslaufs standen den 44 gewonnenen Partien der Red Bulls nur zwölf Niederlagen gegenüber, eine Serie zuletzt verloren hat man im Halbfinale 2021 gegen den EC-KAC.

Saisonbilanz gegen den EC-KAC:

Der EC-KAC weist 2024/25 zum vierten Mal in den letzten sieben Spielzeiten eine positive Grunddurchgangsbilanz gegen den EC Salzburg auf. Die Rotjacken konnten zum Start in die aktuelle Saison einen Zwei-Tore-Rückstand bis zur 56. Minute noch ausgleichen und sich anschließend im Shootout durchsetzen. Das zweite Aufeinandertreffen entschied der Rekordmeister Ende Oktober auswärts nach Verlängerung für sich, ehe zwei Tage vor Weihnachten neuerlich eine starke Schlussphase mit drei Treffern in sechs Minuten den dritten rot-weißen Saisonerfolg gegen den amtierenden Meister bedeutete. Dieser revanchierte sich dann im Januar auf eigenem Eis, als er trotz zahlreicher Ausfälle ein Paradebeispiel an Effizienz im Umgang mit Torchancen abgab und mit 5:0 siegte. Insgesamt verstanden es die Kärntner in den vier Duellen recht gut, das offensive Potenzial Salzburgs einzudämmen, wie nur 21,2 Torschüsse der Red Bulls pro 60:00 Minuten belegen. Allerdings bewiesen die Mozartstädter große Treffsicherheit: 13,6 Prozent aller Abschlüsse zappelten in den Maschen, kein anderer Klub in der Liga kam gegen die Rotjacken auf eine ähnlich hohe Erfolgsquote. Salzburg notierte gegen den EC-KAC in Summe lediglich 6,9 Expected Goals, traf tatsächlich jedoch satte zwölf Mal. Die bisherigen Konfrontationen der beiden letztjährigen Finalisten erlebten zudem beiderseits sehr gefährliche Powerplay-Einheiten: Aus insgesamt 24 Überzahlsituationen für eine der Mannschaften resultierten sieben Treffer, es endeten also 29,2 Prozent der entsprechenden Sequenzen mit einem Torerfolg des jeweils numerisch überlegenen Teams.

Die Daten zu den bisherigen Saisonduellen zwischen dem EC-KAC und dem EC SalzburgDie Daten zu den bisherigen Saisonduellen zwischen dem EC-KAC und dem EC Salzburg
SPIELBERICHTE DER BISHERIGEN SAISONDUELLE

20.09.2024 | EC-KAC – EC Salzburg 4:3 n.P.
20.10.2024 | EC Salzburg – EC KAC 2:3 n.V.
22.12.2024 | EC-KAC – EC Salzburg 5:2
24.01.2025 | EC Salzburg – EC-KAC 5:0

Playoff-Duelle mit dem EC-KAC:

Seit dem Einstieg des EC Salzburg in Österreichs höchste Spielklasse vor gut 20 Jahren kam es zu zehn Playoff-Konfrontationen mit dem EC-KAC, sämtliche wurden im Format „Best-of-Seven“ ausgetragen. Drei Mal traf man sich im Viertel- und vier Mal im Halbfinale, die heurige Endspielserie wird die vierte zwischen diesen beiden Klubs sein. Die Hälfte der zehn gegeneinander ausgespielten Serien, darunter alle drei Finals (2009, 2011 und 2024), wurden erst in einer siebten Begegnung einer Entscheidung zugeführt, durchschnittlich erstreckte sich jede Serie über 6,1 Spiele. Da 13 der letzten 17 Meistertitel in der nunmehrigen win2day ICE Hockey League vom EC Salzburg oder dem EC-KAC gewonnen wurden, hatten auch direkte Konfrontationen der beiden Klubs häufig entscheidenden Charakter: In acht der zehn bisherigen Duelle avancierte der Seriensieger dadurch oder in weiterer Folge zum Champion. In der historischen Zwischenrechnung haben die Mozartstädter die Nase mit sechs gegenüber vier gewonnenen Serien vorne, auch die beiden jüngsten – im Halbfinale 2023 und im Finale 2024 – gingen an die Bullen. Diesen vorangegangen waren zwei denkwürdige Aufeinandertreffen mit dem besseren Ende für Rot-Weiß: Im Halbfinale 2017 ließ der EC-KAC auf zwei Niederlagen zum Start vier Siege hintereinander folgen, vier Jahre später, ebenfalls in der Vorschlussrunde, bildete ein 4:1-Erfolg das Fundament für Klagenfurts später im Finale gegen den HCB Südtirol fixierten Meistertitel 2021. Im Verlauf der zehn Serien kamen 61 Einzelspiele zur Austragung, die Mehrheit von 32 davon entschied Salzburg zu seinen Gunsten. Auch wurden sechs der letzten sieben „Best-of-Seven“-Duelle zwischen diesen beiden Klubs von einem Erfolg der Red Bulls eröffnet.

Playoff-Bilanz aus KAC-Sicht: 4:6 gewonnene Serien, 29:32 gewonnene Spiele, 175:189 Tore