Die Rotjacken treten am Sonntagabend auswärts in Salzburg an, um die ICE-Finalserie 2025 auszugleichen und sich den am Freitag verlorenen Heimvorteil zurückzuholen.

Die Finalserie 2025 in der win2day ICE Hockey League zwischen den beiden bestplatzierten Teams des Grunddurchgangs, dem EC-KAC und dem EC Salzburg, macht am Sonntag, dem 6. April 2025, zum ersten Mal in der Heimstätte des Titelverteidigers Station. Die Red Bulls haben sich im ersten Finalduell in Klagenfurt den Heimvorteil geholt, den die Rotjacken im Volksgarten wieder zurückgewinnen möchten. Puls24 überträgt auch diese Partie live, das Opening Faceoff erfolgt um 17.30 Uhr.

BERICHTERSTATTUNG

Die zweite Finalpartie zwischen dem EC Salzburg und dem EC-KAC wird von Puls24 live übertragen, die um 17.05 Uhr beginnende Sendung kann via puls24.at/eishockey auch im Livestream verfolgt werden, ebenso beim Streamingdienst Joyn. Über den Verlauf der Begegnung berichtet ab 17.04 Uhr auch das Kärntner Eishockeymagazin im Programm von Radio Kärnten (online zu empfangen via sound.orf.at).

PUBLIC VIEWING

Die Marktverwaltung und das Stadtmarketing der Stadt Klagenfurt am Wörthersee veranstaltet bei allen Spielen des EC-KAC in der Finalserie 2025 ein Public Viewing via Großbildleinwand am Benediktinermarkt im Stadtzentrum. Anhängerinnen und Anhänger der Rotjacken, die keine Tickets für die Spiele in Salzburg ergattern konnten, haben dort die Möglichkeit, die Übertragung im Kreise vieler anderer KAC-Fans zu verfolgen. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC musste zum Auftakt der Finalserie wie schon im letztjährigen Finale und im diesjährigen Halbfinale eine Niederlage nach Verlängerung am eigenen Eis hinnehmen, der 1:2-Verlust vom Freitag kostete die Rotjacken den Heimvorteil im Titelkampf. Eine wesentliche Rolle in der Entstehungsgeschichte dieses Resultats spielte der ineffiziente Umgang mit Abschlüssen: Klagenfurt konvertierte im ersten Finalspiel nur 45,9 Prozent seiner Torschussversuche in tatsächliche Shots on Goal, der Titelverteidiger jedoch satte 69,6 Prozent. Wesentlicher Unterschied war in Spiel eins auch der Zug zum Tor: Jede Puckbesitz-Sequenz der Rotjacken im Angriffsdrittel bei Even Strength dauerte im Schnitt um kolossale 41,4 Prozent länger als jede der Roten Bullen. Ein 0:1-Rückstand in einer „Best-of-Seven“-Serie war für den EC-KAC historisch betrachtet jedoch häufig keine allzu große Bürde: 17 Mal befand man sich in dieser Situation, gleich 13 Mal gelang Rot-Weiß umgehend ein Sieg in Spiel zwei. Letztmals nicht vermochten die Klagenfurter den Serienausgleich in der zweiten Partie im Finale 2017 gegen die Vienna Capitals herzustellen, seither folgte sechs Mal hintereinander auf eine Auftaktniederlage umgehend ein Sieg. Im Vorjahr setzte sich der EC-KAC in zwei von drei Finalserien-Auswärtsspielen in der Mozartstadt mit jeweils drei Treffern Differenz durch, eines ging in der „Drei-gegen-Drei“-Overtime-Lotterie verloren.

Der EC Salzburg siegte am Freitag im ersten Finalduell ohne zuvor in Führung gelegen zu haben und hat damit zehn seiner letzten zwölf Auftaktspiele einer Playoff-Serie erfolgreich gestaltet. Damit stehen in der KO-Phase der Meisterschaft saisonübergreifend sieben Auswärtssiege in Folge für die Roten Bullen zu Buche. Im Gegensatz zum EC-KAC traf der Titelverteidiger in der ersten Begegnung auch im Powerplay, im Saisonverlauf hält Salzburg damit bereits bei fünf Überzahltoren gegen die Kärntner (bei 15 Gelegenheiten), im Durchschnitt benötigte man nur 5:03 Minuten an numerischem Vorteil für einen Treffer. Eine 1:0-Serienführung war für die Mozartstädter historisch betrachtet sehr oft ein sehr starker Indikator für einen positiven Ausgang der jeweiligen Playoff-Konfrontation: Von 27 „Best-of-Seven“-Serien, in denen die Red Bulls die erste Partie für sich entscheiden konnten, gewannen sie herausragende 25, überhaupt nur ein Klub bezwang Salzburg jemals nach einem 0:1-Rückstand: Der EC-KAC siegte nach Auftaktniederlagen sowohl im Viertelfinale 2012 als auch im Halbfinale 2017 noch mit 4:2. Unverändert zeichnet den EC Salzburg seine in der meisterschaftsentscheidenden Phase in der Regel herausragende Defensive aus: In neun der letzten 17 Finalspiele kassierten die Bullen maximal einen Gegentreffer, in den ersten 61 Partien einer Endspielserie in der Klubgeschichte hatte man nur zehn Mal zu null oder eins gespielt.

Personelles:

Beim EC-KAC mussten Jan Muršak, Thomas Hundertpfund und Matt Fraser das Mannschaftstraining am Samstag auslassen, bei allen drei Stürmern sollte sich ein Einsatz in Spiel zwei am Sonntag aber ausgehen. Wie im Vorjahr wird die Mannschaft der Rotjacken auch im Verlauf der heurigen Finalserie zu allen Auswärtsspielen am Tag zuvor anreisen, im Bus nach Salzburg fehlen am Samstagnachmittag die fünf Langzeitverletzten Steven Strong, Simeon Schwinger, Oliver Lam, Johannes Bischofberger und Luka Gomboc.

Pre-Game-Kommentar:

„Die Auftaktpartie war sehr eng, in allen drei Zonen am Eis war wenig Zeit und Raum vorhanden, beide Mannschaften haben eine ähnliche Spielanlage. Wir waren sehr knapp dran, sind voll dabei, leider hat am Ende das zweite und entscheidende Tor für uns gefehlt. Salzburg war kaltschnäuziger und effizienter, sie haben zwei der wenigen Fehler, die wir gemacht haben, ausgenützt und so nach Verlängerung gewonnen.“

„Auch im Vorjahr sind wir mit einer Overtime-Heimniederlage in die Finalserie gestartet, wir waren heuer aber sicher näher dran, das Spiel für uns zu entscheiden. Es geht da draußen am Eis um jeden Zentimeter, uns fehlte nur dieses eine Tor. Vom Spielverlauf her waren wir zumindest ebenbürtig, vielleicht sogar etwas besser.“

„Salzburg spielt sehr geradliniges, schnelles Eishockey – und das mit vier kompakten Linien. Sie versuchen, jede Scheibe aufs Tor zu bringen, haben immer einen oder zwei Stürmer im Nahbereich vor dem Kasten, das machen sie richtig gut. Die Verteidigung hilft dem Goalie, der ohnehin ein sehr starker und konstanter ist, indem sie vor dem Tor fast alle Rebounds wegräumen. Das ist eine richtige Playoff-Truppe, nichtsdestotrotz glaube ich, dass wir nicht nur knapp, sondern sehr knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt sind im ersten Spiel.“

„Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir in Salzburg sehr stark spielen können. Was wir im Vergleich zum guten Heimspiel verbessern können, ist das Powerplay. Da brauchen wir einfach das eine oder andere Tor, denn das wäre eine große Hilfe. Ansonsten müssen wir nicht viel verändern, würde ich sagen.“