In der Anfangsphase wurde bei einem tiefen „Zwei-gegen-Eins“ der Klagenfurter der Obersteiner-Querpass auf Fraser von Logan Roe weggenommen (5.), auf der Gegenseite blockte Thimo Nickl einen Ograjenšek-Abschluss aus spitzem Winkel, Sebastian Dahm packte bei einem scharfen Schlenzer von Shawn St-Amant aus dem hohen Slot sicher mit der Fanghand zu (jeweils 8.). Bei einem Knott-Drehschuss parierte Dahm, obwohl er seinen Stock verloren hatte (10.), Klagenfurt konterte, Thomas Hundertpfund traf am langen Pfosten allerdings ein Diagonalzuspiel von David Maier nicht richtig (11.). Eine From-Direktabnahme von links aus landete nur auf Christoph Tiallers Beinschoner (16.), nach einem Getümmel vor dem KAC-Kasten sprang die Scheibe an die blaue Linie, den Moro-Schlagschuss von dort aus wehrte Sebastian Dahm wieder ab (18.). Ein erstes Rotjacken-Powerplay brachte nur geblockte Fernschüsse von Jensen Aabo (18.) und Petersen (19.), am gefährlichsten waren in dieser Phase die Gäste: Luka Maver schloss einen „Zwei-auf-Eins“-Konter selbst ab, Dahm wehrte mit der Spitze seines Pads ab (20.).
Im zweiten Abschnitt neutralisierten sich beide Teams lange Zeit gut, es blieb bei Halbchancen. Konkreter wurden dann die Gäste aus Oberösterreich: Bei einem „Zwei-gegen-Zwei“-Angriff schlenzte Logan Roe aus halbrechter Position im hohen Slot, Sebastian Dahm zog rechtzeitig die Schulter hoch (28.). Als Nico Felder über die linke Seite diagonal zum Kasten durchbrach und die Scheibe gefährlich zum kurzen Pfosten schlitterte, war der KAC-Goalie mit dem Beinschoner zur Absicherung da (29.). Ein verdeckter Schlenzer von Jesper Jensen Aabo aus dem linken Rückraum zwang Rasmus Tirronen zu einem allerdings folgenlosen Rebound (31.). Gut sechs Minuten später zog der Däne aus nahezu identer Position ab und leitete damit den rot-weißen Führungstreffer ein: Raphael Herburger lenkte die Scheibe vor der kurzen Stange mit dem Unterschenkel in die Maschen ab (38.). Im zweiten Powerplay des Abends kamen die Rotjacken zu einer Großchance: Senna Peeters brachte den Puck vom linken Flügel aus scharf zur Mitte, Kevin Clark fälschte mit der Schlägerschaufel hauchdünn über die Querlatte ab (40.).
Nachdem Nick Petersen im “Drei-auf-Zwei“ zu verspielt agiert (42.) und Jesper Jensen Aabo aus der Distanz nur Tirronens Schulter gefunden hatte (43.), kamen die Black Wings in einem „Drei-gegen-Zwei“-Konter zu einem gefährlichen Abschluss, Brian Lebler traf aus spitzem Winkel aber nur die Außenstange (45.). Linz baute nun über längere Sequenzen Druck auf: Aus der rechten Rundung diagonal angespielt, schoss Roe aus dem halblinken Slot, Sebastian Dahm parierte stark und ohne Rebound, ein Scheid-Querpass durch den Torraum fand keinen Abnehmer (51.). In seinem dritten Überzahlspiel des Abends verdoppelte der EC-KAC dann seinen Vorsprung: Ein From-Wristshot von der rechten Seite aus wurde zu Nick Petersen auf die Gegenseite abgelenkt, der Kanadier driftete im Faceoff-Kreis nach hinten und pfefferte den Puck dann aus dem Handgelenk via Innenstange in die kurze Kreuzecke (53.). Das Team von Philipp Lukas bäumte sich wie schon so oft in dieser Post Season noch einmal auf, Sebastian Dahm zauberte: Er kickte einen Lebler-Onetimer aus dem Rückraum aus der kurzen Ecke (54.) und war bei Schlagschüssen von Feldner und Scheid aus dem rechten Anspielkreis mit dem Blocker zur Stelle (jeweils 56.). Eine Hinausstellung gegen Brian Lebler in Minute 58 nahm den sprichwörtlichen Druck vom Kessel, die Rotjacken waren auf Zeitmanagement bedacht und eine zwingende Torchance für die Gäste ergab sich nur noch bei „Sechs-gegen-Fünf“ in der Schlussminute: Ken Ograjenšek verfehlte von zwischen den Hashmarks aus per Direktabnahme das Ziel (60.). Die starke Saison der Black Wings Linz war beendet, jene des EC-KAC findet in der 24. Finalserie der Klubgeschichte ihren Höhepunkt.
Post Game-Kommentar von Assistant Coach David Fischer:
„Es fühlt sich gut an, zurück im Finale zu sein. Ich sage das mit großer Demut, im Namen von Kirk Furey und mir, denn auch im zweiten Jahr unserer Tätigkeit bis ganz zum Ende dabei zu sein, ist nichts, was wir auf die leichte Schulter nehmen. Es ist eine große Ehre, als Sieger aus dieser engen Serie – einer der engsten, an der ich je beteiligt war – hervorzugehen. Linz hat so gut gespielt, wie es ihnen möglich war, denke ich: Sie waren eng am Mann, arbeiteten als Gruppe großartig zusammen und haben ihren Gameplan sehr gut umgesetzt. Ich glaube, der Heimvorteil in diesem siebten Duell hat viel ausgemacht, der hat uns geholfen. Unsere Mannschaft ist heute toll aufgetreten: Wir können im Saisonverlauf auf diese Statistik und jene Videoszene blicken und alles analysieren, in Spielen wie heute geht es darum, die Chance zu ergreifen, zuzupacken und nicht nachzulassen, das ist uns heute gelungen. Und dann hilft in den Playoffs natürlich ein starker Goalie – und Sebastian Dahm war heute überragend. Wir sind sehr geehrt, freuen uns, bleiben jedoch am Boden. Aber: Wir sind noch sehr hungrig. Freitagabend geht’s hier in unserer Halle los.“

